Altschweierer
CDU-Reisegruppe auf den Spuren der Staufer von Sizilien
begeistert
Kunst
und Kultur, Politik und Geschichte stehen stets im
Mittelpunkt der beliebten Reisen des Altschweierer CDU
Ortsverbandes. Die jüngste achttägige Flugreise führte
42 CDUler nach Sizilien, auf die Insel der Sonne, der
Natur, der Geschichte und Kultur, die schönste und
größte Insel im Mittelmeer. Für Organisation und
Programm der Sizilienreise, die von den Reiseteilnehmern
als die schönste und interessanteste aller bisherigen
Reisen bezeichnet wurde, zeichnete in bewährter Weise
Klaus Kleiner, Ehrenvorsitzender der Altschweierer CDU,
verantwortlich. Er versteht es ausgezeichnet, optimale
Reisebedingungen, ein informatives, abwechslungsreiches
Programm und Unterkünfte mit Wohlfühlcharakter zu
organisieren, scharf zu kalkulieren und akzeptable
Preise auszuhandeln. „Jeder Teilnehmer reist auf eigene
Kosten, der CDU-Ortsverband stellt lediglich den Namen“,
macht Kleiner ganz deutlich.
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In
Vorbereitung auf die Sizilienreise besuchten die
Reiseteilnehmer bereits zu Jahresbeginn 2011 die
beeindruckende „Staufer-Ausstellung“ in Mannheim,
tauchten ein in die Geschichte des ehrgeizigen
Schwaben-Geschlechts. Die Staufer galten im späten
Mittelalter als die populärste Herrscherfamilie. Die
großen Kaiser Friedrich I. Barbarossa, Heinrich der VI.
und Friedrich II. verbrachten in Sizilien und
Oberitalien bemerkenswerte Teile ihrer Regierungszeit.
Für die Menschen des 12. und 13. Jahrhunderts war die
Verknüpfung von Herrschaft nördlich und südlich der
Alpen völlig selbstverständlich.
Dieses
von unterschiedlichen Völkern und Kulturen geprägte
Sizilien erlebten die CDler bei ihrer achttägigen
Rundreise von Catania im Osten bis Palermo im
Nord-Westen der Insel intensiv und äußerst
beeindruckend. Beim Anflug lag die „Insel der Sonne“
unter einer Wolkendecke, nur der Gipfel des 3300 Meter
hohen Ätna ragte mit seinem gewaltigen Krater aus dem
Wolkenmeer. Warme Temperaturen, saftiges Grün, blühende
Pflanzen und üppig behangene Obstbäume begrüßten die
Reiselustigen mit mediterranem Flair. Mit einer
Schmalspurbahn wurde der Ätna bis zu einer Höhe von 1000
Metern erklommen. Meterdicke erstarrte Lavaflanken, die
durch Erosion äußerst fruchtbar sind, beeindruckten mit
intensivem Obst- und Gartenbau.
Besichtigt wurde Catania, die schwarze Stadt sowie
Syrakus, die einst schöne und mächtige Hauptstadt der
Griechen auf Sizilien. Hier konserviert das UNESCO
Weltkulturerbe 2500 Jahre lebendiger Baugeschichte.
Taormina, die „Perle Siziliens“, bezauberte als schönes
mittelalterliches Städtchen auf einem Felsen hoch über
dem Mittelmeer. Wunderschön erhaltene Mosaiken wurden in
einer römischen Villa in Piazza Armeria bestaunt und bei
einer Führung durch eine Kaktusplantage konnten
Kaktusfrüchte und köstliche Antipasti genossen werden.
Weiter ging die Rundreise nach Agrigent an der Südküste.
Eine Führung durch das „Tal der Tempel“ mit Besichtigung
des besterhaltenen Tempels der griechischen Antike und
des Zeus-Tempels, dem größten, den die Griechen je
gebaut haben. Agrigent wird heute noch als „New York der
Antike“ bezeichnet, war bis zu seinem Untergang 420
v.Chr. prächtig und reich.
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Über
die Städte Erice und Segesta, jeweils mit kundiger
Führung, wurde Monreale mit seinem Dom, auf einem Berg
hoch oberhalb von Palermo gelegen, erreicht. 1150 n.Chr.
vom Normannenkönig Roger II nach erfolgreicher Eroberung
und Christianisierung der Insel erbaut, symbolisiert er
die Vereinigung aller Kulturen Siziliens in das neue
Normannenreich. Mit einem wunderschönen kostbaren
Mosaik, welches das gesamte Innere der Kirche
ausschmückt, wird das alte und neue Testament in Bildern
dargestellt. Mit einer Gesamtfläche von 6340
Quadratmetern ist es das weltgrößte Mosaik.
Und
dann folgte Palermo mit seiner Kathedrale aus dem 12.
Jahrhundert und der Grablege von Stauferkaiser Friedrich
II und seiner Familie. Besichtigt wurde der
Normannenpalast, in dem Friedrich II (König 1212, Kaiser
1220 bis 1250) aufwuchs und in dem heute das Parlament
der Insel tagt. Weiter standen die Besichtigung der
Capella Palatina, der Hofkirche der Normannenkönige, auf
dem Programm, der Besuch des arabischen Marktes, auf dem
es alles, vom Haifisch bis zum Moped zu kaufen gibt,
nach dem Motto: „Ohne Feilschen kein Geschäft“.
Entlang der Nordküste führte die Reise weiter bis Cefalù
und landeinwärts in die Madonie-Berge. Von Castello dei
Ventimiglia wanderten die CDUler durch Eichen- und
Kastanienwälder zur Wallfahrtskirche von Gibilmanna mit
ihrem Marienheiligtum aus dem 16. Jahrhundert. Dort
stimmte Reiseteilnehmer Theo Vollmer ein Marienlied an,
und die Reisegruppe sang bewegt mit.
Nach
acht erlebnisreichen Tagen mit grandiosen Eindrücken von
Land und Leuten, Geschichte und Kultur hieß es „Adieu
Sizilien!“ Mit 1668 Kilometern wurde die Insel per Bus
fast vollständig umrundet, nahezu alle
Sehenswürdigkeiten erkundet und dabei Zeugnisse aus 3300
Jahren wechselvoller Geschichte erlebt. Die CDUler
gewannen einen Eindruck von den Völkern und Kulturen,
die Sizilien im Laufe seiner Geschichte prägten:
Trojaner, Phönizier, Griechen, Römer, Araber, Normannen,
Moslems und Christen. Sie erlebten Toleranz, die sich
aus der großen Kulturenvielfalt entwickelte und erfuhren
hautnah die geschichtliche Verbindung zwischen Sizilien
und Deutschland. Staufer-Kaiser Friedrich II ist in
Italien geboren, in Palermo aufgewachsen und hat von
Sizilien aus das „Heilige Römische Reich Deutscher
Nation“ regiert.
„Sizilien war ein Erlebnis, das wir so schnell nicht
vergessen werden“, lautete das begeisterte Fazit aller
Reiseteilnehmer, verbunden mit einem großen Dankeschön
an den Ehrenvorsitzenden Klaus Kleiner für dessen
hervorragende Organisation. Und weil die Altschweierer
CDUler ein reisefreudiges, an Geschichte, Kultur und
Politik interessiertes Völkchen sind, wurden bereits
Ziele für die nächste Reise ins Auge gefasst. Nach
demokratischer, mehrheitlicher Abstimmung wird sich dann
zeigen, wohin die nächste Reise führt.
Altschweier,
den 20.01.2012 -