CDU Frauen-Union Stadtverband Bühl und Umland Info-Abend „häusliche Gewalt und Frauen- und Kinderschutzhaushaus“ mit der Vorsitzenden des Trägervereins Brigitte Schäuble

Über das sensible und auch schambesetzte Thema häuslicher Gewalt und die Einrichtung der Schutz und Sicherheit bietenden Frauenhäuser, referierte  bei der CDU Frauen-Union Brigitte Schäuble, Vorsitzende des Trägervereins Frauen- und Kinderschutzhaus Baden-Baden und Landkreis Rastatt. FU-Vorsitzende Miriam Mandt-Böckelmann führte in das Thema ein mit dem Hinweis, „häusliche Gewalt  betrifft Frauen aller gesellschaftlichen Schichten und aller Altersgruppen“.

„Die eigenen vier Wände sollten Orte des Vertrauens, der Liebe und der Sicherheit sein“, unterstrich Brigitte Schäuble. Studien würden jedoch belegen, dass mindestens jede vierte Frau zwischen 16 und 85 Jahren, die in einer Partnerschaft gelebt hat, seelisch, körperlich oder auch sexuell bedroht, unterdrückt oder misshandelt worden sei. Frauen, denen Gewalt widerfahre, bräuchten einen Zufluchtsort für sich und ihre Kinder. Solche Zufluchtsorte böten in Deutschland 360 Frauenhäuser, die ihre Türen zu jeder Tages- und Nachtzeit  für Schutz suchende Frauen geöffnet hätten. „Eines davon ist das Frauen- und Kinderschutzhaus Baden-Baden und Landkreis Rastatt“, bekräftigte Schäuble, „das 1994 eröffnet worden ist.“ Dass in hiesiger Region eine solche Einrichtung gebraucht werde, sei damals nicht einhellige Meinung von Politik und Gesellschaft gewesen. Dass es jedoch notwendig war und auch heute noch ist, belegte die Referentin mit folgende Zahlen:  1736 Frauen und  2088  Kinder (Stand Mai 2016) hätten seit der Gründung des Frauenhauses Schutz und Sicherheit gesucht.

Die Vorsitzende des Trägervereins nannte „unterstützen, beraten und Orientierungshilfe geben Arbeitsschwerpunkte der Frauenhäuser, „die Präventionsarbeit in unterschiedlichster Form leisten“. Sie verfolgten mit ihrer Arbeit das Ziel, eine Gesellschaft zu prägen, in der häusliche Gewalt geächtet, bekämpft und überwunden werde, unterstrich Schäuble. Die negativen Folgen häuslicher Gewalt für Frauen benannte sie mit dem „Verlust an Lebensfreude und Lebenschancen, nicht selten der Gesundheit und manchmal auch mit dem Leben“. Kinder würden durch häusliche Gewalt für ihr weiteres Leben negativ geprägt: „Häufig werden die Mädchen Opfer, die Jungen Täter“.

Die Vorsitzende des Trägervereins stellte dessen Struktur, Arbeitsweise und Finanzierung vor. Sie nannte „Parteilichkeit, Anonymität, interkulturelle Offenheit sowie  Solidarität Grundprinzipien und beschrieb „den Weg und die Aufnahme ins Frauenhaus“. Mit sozialpädagogischen Angeboten, Unterstützung und Beratung, aber auch selbstverantwortlicher Alltagsgestaltung und autonomer Entscheidungsfindung durch die Frauen werde Hilfe zur Selbsthilfe geleistet.

Brigitte Schäuble nannte die ehrenamtliche Mitarbeit bei Rufbereitschaft und Kinderbetreuung eine große Hilfe und Spenden ein unerlässlicher Baustein für sonst nicht zu finanzierende Projekte, Präventionsangebote und Nachbetreuung.

In der lebhaft, aber auch betroffen geführten Diskussion, warb die Vorsitzende um weitere Mitgliedschaft und Unterstützung für das Frauenhaus.

Christel Dietmeier, Pressereferentin

Autor: Patric Kohler

Sparkassenfachwirt, CDU Mitglied seit 2001, Stelv. Ortsverbandsvorsitzender CDU Vimbuch seit 2001, Stelv. Stadtverbandsvorsitzender seit 2014, Beisitzer im CDU Stadtverband 2001-2014, Leiter Team Zukunft seit 2012, Ortschaftsrat in Vimbuch seit 2004, Gemeinderat in Bühl seit 2015, Stelv. Ortsvorsteher Vimbuch seit 2017

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