CDU-Ortsverband Altschweier beeindruckt vom Leben und Arbeiten auf dem „Hofgut Aspichhof“

Das Hofgut Aspichhof war Exkursionsziel des CDU Ortsverbandes Altschweier, der mit 33 Teilnehmern  diese älteste Einrichtung der Gemeinde Ottersweier, die Ökonomie mit sozialem Auftrag verbindet, bei einem geführten Rundgang hautnah kennen lernte und in seiner landwirtschaftlichen Vielfalt  erlebte.

Auf dem Sonne beschienen Hofgut-Vorplatz, mit herrlichem Blick über das Rheintal bis zu den Vogesen des Elsass, begrüßte Geschäftsführer Ewald Glaser die Altschweierer CDU-ler, und führte, selbst beeindruckt von der großen Besucherschar, in die interessante und wechselvolle Historie des Aspichhofes ein. 1284 erstmals erwähnt, blieb dieser lange Zeit Lehngut des Grafen von Eberstein-Burg, gehörte 200 Jahre unter den Herren von Schwarzenberg zu Vorderösterreich, und  wurde 1847/48 von Großherzog Leopold gekauft, um dessen kranken Sohn in ländlicher Umgebung unterzubringen. 1902 ging der Aspichhof in das Eigentum der Pflegeanstalt Hub über, diente der Versorgung der Anstalt,  aber auch der Beschäftigung ihrer Bewohner. Erwald Glaser wies darauf hin, dass Baden ein „Vorreiter in der geordneten Psychiatrie“ gewesen sei. Der Geschäftsführer  erläuterte die weiteren Entwicklungsschritte des Aspichhofes, die Gründung der Aspichhof eGmbH im Jahr 2004 unter seiner Leitung bis hin zur Schließung der Hub-Außenstation im Frühjahr 2015 und der Umstrukturierung zum betreuten Wohnen mit der Beschäftigung einer Diplom-Sozialpädagogin. Derzeit leben sechs Bewohner im „Ambulanten betreuten Wohnen“. Auf dem Aspichhof als anerkanntem Integrationsbetrieb arbeiten  sieben Integrationskräfte. Auch als  Ausbildungsbetrieb für Bäcker, Metzger, Landwirte und Gärtner ist der Aspichhof anerkannt, und bildet derzeit einen Bäcker aus.  Beim Stichwort „Gärtner“ meldete sich Rudi Seibicke, Gärtnermeister und Altschweierer Ortsvorsteher im Ruhestand, zu Wort: „Ich habe in der Hub-Gärtnerei  gelernt“, berichtete er lebhaft von seiner Lehrzeit und zitierte seinen damaligen Lehrmeister: „Krumm und grad gibt auch Salat“.

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Beim Rundgang über das Hofgut erläuterte Geschäftsführer Glaser die Betriebszweige des Aspichhofes, vom Wein- und Obstbau, über den Maisanbau und die Saatmaisvermehrung, die Rinder-, Schweine- und Geflügelhaltung  und  erklärte die moderne Bewirtschaftungsphilosophie  Aspichhof: „Vielseitige landwirtschaftliche Produktion mit angeschlossener Verarbeitung und Vermarktung, mit Beschäftigung der Bewohner und Integrationskräfte, entsprechend ihrer Talente.“

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Besichtigt wurden auch der Offenstall der Kuhherde der Rasse Fleckvieh sowie die Einrichtung der Laktation (Melkroboter). Die Milch werde komplett selbst vermarktet und habe heute eine wirtschaftlich höhere Bedeutung als der Wein, informierte Glaser. Er gewährte den Besuchern auch einen Blick in die Molkerei, wo jährlich 250.000 Liter Milch verarbeitet und auch  Butter, Joghurt und Käse produziert würden.

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Beim geselligen Abschluss auf dem wohnlich hergerichteten alten Getreidespeicher dankte Vorsitzender Erwin Meier Geschäftsführer Glaser und seinem Team für die beeindruckende Vorstellung des Hofgutes  und würdigte „die ausgezeichnete Arbeit, die hier mit viel Herzblut geleistet wird.“

Christel Dietmeier, Pressereferentin

Autor: Patric Kohler

Sparkassenfachwirt, CDU Mitglied seit 2001, Stelv. Ortsverbandsvorsitzender CDU Vimbuch seit 2001, Stelv. Stadtverbandsvorsitzender seit 2014, Beisitzer im CDU Stadtverband 2001-2014, Leiter Team Zukunft seit 2012, Ortschaftsrat in Vimbuch seit 2004, Gemeinderat in Bühl seit 2015, Stelv. Ortsvorsteher Vimbuch seit 2017

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